Anfangs Januar war ich mit dieser guten Freundin unterwegs. Dabei stellten wir beide fest, dass 2025 uns herausforderte; uns an und über unsere Grenzen brachte. Wir waren uns einig, dass wir uns ein 2026 mit mehr Leichtigkeit wünschen - so leicht, wie sich eben jener Weg von über 11km in bester Gesellschaft anfühlte, obwohl er weit und beschwerlich war.
Es war genau dieser Weg, der uns etwas Wesentliches gelehrt hat: Leichtigkeit hängt nicht immer davon ab, ob das Leben uns trägt oder fordert, sondern davon, dass wir uns innerlich ausrichten, während wir ihn gehen. Der Weg fühlte sich leicht an, weil wir ihn gemeinsam gingen - weil wir lachten, schwiegen, fühlten. Und vielleicht ist Leichtigkeit genau das. Nicht die Abwesenheit von Schwere, sondern eine innere Entscheidung, dem Leben nicht mit verkrampften Fäusten zu begegnen, sondern mit offenen Händen. Leichtigkeit beginnt oft dort, wo wir aufhören, uns zu verhärten, und wo wir uns erlauben, langsamer, ehrlicher und sanfter zu werden.
Auch 2026 ist - jetzt schon - kein Jahr ohne Herausforderungen. Aber es darf ein Jahr werden, in dem wir lernen, ihnen anders zu begegnen. Mit mehr Weichheit im Herzen, mit mehr Vertrauen im Bauch, und mit mehr Liebe für uns selbst. Das ist die Leichtigkeit, die ich mir wünsche. Für mich, für meine wunderbare Freundin H., und für alle, die sie auch brauchen können: nicht eine des mühelosen Weges - sondern die, der bewussten und getragenen Schritte.