21. Februar 2021
Manchmal vergessen wir, dass kein Garten ewig blühen kann. Der sture Winter kommt immer wieder, und zwingt uns dazu, uns zu verabschieden. Alle Lebewesen sterben irgendwann, aber die Liebe, die wir für sie empfinden, nicht. Sie überlebt, und verwandelt sich zunächst in einen stillen und kaum erträglichen Schmerz. Im Buch «Kurt» von Sarah Kuttner sehnt sich die Protagonistin nach einem Heilkoma für Hinterbliebene. In meiner Welt gibt es so etwas, nämlich im Zusammenhang mit der Medialität.
14. Februar 2021
Grundsätzlich bin ich der Überzeugung, dass symbiotische Abhängigkeiten möglichst zu vermeiden bzw. aufzulösen sind, damit wir lernen, erfüllte Beziehungen auf Augenhöhe zu leben. Das heisst in meinem Verständnis letztlich; ohne ein Gegenüber sein zu können, aber nicht zu wollen. Und gleichwohl wünschte ich dafür, es gäbe mehr Gefühlssymbiosen. Jene Verschmelzung von Gefühlen, die das Herz höher schlagen lassen. Die uns nähren, und uns den Puls des Lebens intensiver spüren lassen.

07. Februar 2021
Hochsensibilität ist ein Minderheitsphänomen, das mir aus persönlichen Gründen sehr am Herzen liegt. Hochsensible Personen (HSP) versuchen oft jahrelang sich der Mehrheit anzupassen, womit sie sich selbst dauernd überfordern. Die unterschiedliche Stimulationstoleranz in Verbindung mit der menschlichen Tendenz, von sich auf andere zu schliessen, liess auch mich bisweilen hadern. Erst als ich vor einigen Jahren realisierte, dass ich betroffen bin, wurde so manches verständlich.
31. Januar 2021
Eine zentrale Ressource für gesundes Wachstum ist die Zeit. Dies zu betonen scheint mir essenziell, weil wir uns oftmals an Leistung orientieren, und es diverse Messkriterien gibt, die Individualität ausschliessen. Wir neigen dazu, uns und alles um uns herum ständig zu vergleichen. Dies ist bereits in der frühkindlichen Entwicklung zu beobachten; kann das Kind in einem gewissen Alter xy (noch) nicht, wächst die Verunsicherung. Dadurch entsteht auf allen Ebenen Druck und Stress.

24. Januar 2021
Wenn ich so zurückblicke, war dies meine erste bewusste Erfahrung damit, dass Wachstum uns nicht einfach nur grösser werden lässt, sondern durchaus auch schmerzhaft sein kann. Damals habe ich aber noch nicht wirklich realisiert, dass ich Tag für Tag weiterwachse. Zwar nicht mehr Millimeter für Millimeter, dafür aber Stück für Stück. Als Mensch. Und wir alle durchlaufen den gleichen Prozess. Auf ganz unterschiedlichen Wegen, zu verschiedenen Zeiten, aber früher oder später verpuppen wir uns alle.
17. Januar 2021
Ich behaupte ja immer, dass wir alle unsere Baustellen haben, die uns während unserer Lebensreise immer mal wieder beschäftigen. Dabei fällt mir auf, dass wir solche haben, die wir grösstenteils alleine bewältigen können. Wiederum haben wir alle aber auch jene, bei denen unser Grundstück immer und immer wieder in sich zusammenfällt. Denn oftmals schöpfen wir aus Trümmerhaufen, um einen erneuten Versuch einer Wiederaufbaus zu starten, ohne uns jedoch wirklich um das Wesentliche zu kümmern.

10. Januar 2021
Damals, als ich dir im Mai 2018 unbekannterweise einen Liebesbrief schrieb, habe ich funkelnd-ausdrucksstarken Augen und eine warmherzige Ausstrahlung in dein Gesicht gemalt. (...) Und so kam und ging der Frühling seit damals noch zweimal, und dann kamst du. Niemals hätte ich gedacht, dass mir, vielmehr Realist als Optimist, und schon gar keine Träumerin, je so geschieht. Vom ersten Augenblick an war ich verloren in deiner Mitte, heillos betrunken von dir. Deine Liebe hat alles verändert.
03. Januar 2021
Jene Zeilen haben heutzutage eine Zweideutigkeit bekommen. Schon bevor wir Hygienemasken trugen, hatten viele von uns eine Maske auf, hinter der sie sich gerne versteckten. Heute fühlt sich mancherlei eingeschränkt, weil er eine tragen muss. Ab und an verstehe ich die vielen Paradoxe unserer Zeit nicht, habe Mühe nachzuvollziehen, was einen Grossteil bewegt. Umso mehr ist es mir ein Anliegen, meinen Fokus immer wieder bewusst weg von Oberflächlichkeiten hin zu mehr Tiefgründigkeit auszurichten.

27. Dezember 2020
Das Jahr 2020 würden viele Menschen auf der ganzen Welt wohl gerne ungeschehen machen. Wie jedes Jahr höre ich Ende 2020 besonders oft, dass manche froh sind, dass es nun bald vorbei ist. Wohlwissend, dass kein Kalender irgendwelche Wunden heilt. Die Welt ist nach diesem Jahr nicht mehr dieselbe, und sie wird es nie mehr sein. Es war intensiv und herausfordernd. Und dennoch war es in meinem Empfinden, wie alle anderen Jahre auch, ein gutes Jahr.
04. November 2020
Eine ereignisreiche Zeit liegt hinter uns, und hält noch immer an. Der Weg scheint steinig und schwer, lässt uns manchmal wortwörtlich atemlos zurück. Immernoch finde ich aber, dass die aktuelle Zeit uns letzlich auch das Leben wieder näher bringt - auch wenn, oder vielleicht eben auch gerade weil, so vieles um uns herum wegfällt, und uns zwingt uns mit Dingen zu konfrontieren, die wirklich wichtig sind. Ich wünsche euch so sehr, dass auch ihr trotz Wolken am Himmel immer auch Schönheit erkennt.

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dipl. Psychosoziale Beraterin / Coach

hol. Kinesiologin i.A.

in Schwyz

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beratung@saravercellone.ch 

 

Psychologie - Sensitivität & Medialität - Kinesiologie

 

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