Das Innere nach aussen tragen

Was hinter uns liegt und was vor uns liegt, ist nichts im Vergleich zu dem, was in uns liegt. Und wenn wir das, was in uns liegt, nach aussen in die Welt tragen, geschehen Wunder. Das wusste schon Thoreau, ein Philosoph aus dem 18. Jahrhundert. Trotzdem zweifeln wir noch heute an so vielem und vor allem immer wieder an uns selbst. So verkennen wir, was in uns liegt, und verpassen viele kleine und grosse Wunder.

Ganzheitliche Psychosoziale Beratung Sara Vercellone - Blog das Innere nach Aussen tragen: Seelebildtattoo
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Was für die Raupe das Ende der Welt bedeutet, ist für den Rest der Welt ein Schmetterling. Darin sind für mich zwei Botschaften enthalten: Zum Einen, dass inneres Wachstum ein (lebenslanger) Prozess ist, in dem Transformation und Wandlung geschieht, und zum Anderen, dass unsere Seele unsterblich ist. Wenn wir sterben, wechseln wir lediglich den Raum bzw. verlassen unsere Hülle. Somit ist einzig das Leben im jetzigen Körper begrenzt. Er macht uns zum Menschen und ermöglicht es uns, wertvolle physische Erfahrungen zu sammeln. Der Körper ist im Grunde nicht nur einfach eine Hülle, sondern vielmehr der Tempel unserer Seele. Er ist etwas vom Kostbarsten, was wir haben, und so sollten wir ihn denn auch wertschätzen und behandeln.

 

Leider denken jedoch viele Menschen eher negativ über ihren Körper und behandeln ihn oftmals auch entsprechend. Sie verabscheuen Teile an ihm oder beklagen sich über Schmerzen, die er ihnen macht. Sie legen so viel Gewicht auf ihr Äusseres und wundern sich dabei immer wieder, dass sich nichts verändert; sie nach wie vor zu dick sind, sie nach wie vor Hautprobleme haben, sie nach wie vor Schmerzen leiden - obwohl sie doch alles Mögliche ausprobiert haben. Gehörst auch du zu diesen Menschen? Na dann, höchste Zeit für eine Gewichtsverlagerung! Wie? Indem du das Gewicht nicht nur auf deinen Körper an sich beschränkst, und endlich aufhörst, deinen Wert an deinem Äusseren zu messen. Gib stattdessen deinem wahren (inneren) Wert mehr Gewicht.

 

Um die Beziehung zu deinem Körper zu stärken bzw. ihn dahingehend zu verändern, dass du dich in ihm wohl fühlst, rate ich dir also - nebst einem grundsätzlich liebevollen Umgang mit ihm - dich zunächst einmal vor allem seinem Inneren, deiner Seele, zu widmen. Denn wenn du deinen Körper heilen willst, kommst du nicht umhin, in einem ersten Schritt deine Seele zu heilen. Dazu gehört, dass du erkennst, wer du wirklich bist. Denn du bist nicht nur dein Körper, genau so wenig wie du nur deine Seele oder nur dein Geist bist. Alles zusammen macht dich als ganzheitlicher Mensch hier auf dieser Welt aus. Erkenne, was für ein wundervoller Mensch du bist. Entdecke das Potenzial, das in dir schlummert. Hör auf an dir zu zweifeln und fang an, dich selbst zu lieben und dir zu vertrauen. Und ich garantiere dir, dann wird sich auch dein Körper verändern. 

 

Auch ich habe einige Zeit gebraucht, um zu verstehen, wer ich wirklich bin, und befinde mich ebenfalls in diesem fortlaufenden und niemals endenden Prozess. Durch meine eigene intensive Seelenarbeit bin ich inzwischen mit meinem Körper im Reinen - natürlich sind dadurch gelegentliche Schmerzen und anderweitige Unzufriedenheiten nicht ganz ausgeschlossen, aber sie nehmen heute nur noch einen sehr kleinen Teil in meinem Leben ein. Seit Neustem trage ich mein Inneres wortwörtlich nach aussen: ich habe meiner Seele auf ihrem Tempel künstlerisch Ausdruck verliehen. Das ist mein Seelenbild - in ihm ist symbolisch all das enthalten, was mich ganzheitlich ausmacht und mir wirklich wichtig ist. Das trage ich nun sinnbildlich stolz tief in und auf mir nach aussen, für immer und ewig. 

 

Gerne begleite ich dich auf deinem Weg zu deinem ganz eigenen Seelenbild und unterstütze dich so bei deiner Entpuppung zum Schmetterling, der seine Flügel ausdehnen und sich voll und ganz entfalten darf. Bekenne dich zu deinem Inneren und lass so Wunder geschehen; im Innen, im Aussen, und in deiner ganzen Welt. Denn die Welt ist nie so, wie sie wirklich ist. Sie ist immer einfach so, wie wir sie sehen. Bist du bereit zu erkennen, wie wundervoll du bist?

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