Häutungen des Lebens

Ganzheitliche Psychosoziale Beratung Sara Vercellone - Blog Stark wie ein Löwenzahn
Ganzheitliche Psychosoziale Beratung Sara Vercellone - Blog Stark wie ein Löwenzahn

Manchmal halten wir krampfhaft an Dingen, Gedanken, Erwartungen, Werten, Gewohnheiten, Menschen, Ängsten und sogar Schmerzen fest, obwohl wir doch eigentlich wüssten, dass es es Zeit wäre, loszulassen. Wir versuchen durch unseren Kontrollzwang den natürlichen Fluss des Lebens zu manipulieren, was Kraft und Nerven kostet, und nicht zuletzt wehtut. Dieses Verhalten erzeugt in uns Gefühle von Ärger und Bitterkeit, was sich langfristig negativ auf den Körper auswirken kann. Dann nämlich, wenn die Kluft zwischen Realität und starrem Festhalten, in gewisser Weise auch Illusion, zu weit auseinanderdriftet. Die Gründe für unser Festhalten sind vielfältig und oft nachvollziehbar. Man fürchtet den Verlust, die innere Leere, die Veränderung. Loslassen gleicht einem (inneren) Abschied, was vorerst Mut und Kraft erfordert. Wenn aber die Blüte des Löwenzahns vergangen ist, kann ein Windhauch genügen, und die Samen lösen sich aus dem Gesamtkonzept des Sonnenwirbels und zerstreuen sich in alle Richtungen. Völlig natürlich wird hierbei etwas, das kein Halten mehr einfordert, losgelassen, damit Neues entstehen kann. Der Löwenzahn dynamisiert die Wandlungs- und Anpassungsprozesse, seine Urtinktur löst bekanntlich Stauungen und Erstarrungen im Geist und Körper und vermittelt dadurch neue Lebenskraft. 

 

Indem wir an Vergangenem festhalten, verhindern wir das Entstehen von Neuem. Wir behindern den natürlichen Fluss des Lebens durch unsere Inakzeptanz gegenüber dem Nichtfliessen. Aber es fliesst, was fliesst, und was nicht (mehr) fliesst, fliesst eben nicht (mehr). Loslassen hat also meistens überhaupt nichts damit zu tun, etwas loszuwerden, sondern bedeutet vielmehr, etwas einfach sein-zu-lassen. Es wäre im Prinzip alles so einfach. Wenn wir die Weisheit erlangen würden, uns wirklich zu vertrauen, um wahrzunehmen, was unser Halten einfordert und was nicht. Wenn wir dann auch noch die Musse hätten, entsprechend zu reagieren, würde uns automatisch zufliessen, was wirklich zu uns gehört. Es sind jene Dinge, die schliesslich bleiben. Ganz natürlich, ohne unser Festhalten. 

 

Heute möchte ich von dir wissen, an was du festhältst, obwohl es dein Halten nicht (mehr) einfordert? Was hindert dich am loslassen? Lausche tief in dich, gehe in deine Kraft. Deine Seele kennt die Antworten längst, dein Menschsein hindert dich nur manchmal daran, ihre Botschaften zu verstehen. Weisst du, lieber Mensch, die Angst vor den Häutungen des Lebens, die genauso natürlich sind, wie jene der Pflanzen, hindert uns lediglich an unserer natürlichen Entfaltung und an unserem Vorwärtskommen. Wer reifen will, sollte nicht festhalten. Lass los, lass sein was ist, und aber auch, was eben nicht ist. 

 

Gerne unterstütze ich dich bei all dem, was etwas mehr Puste als nur ein Windhauch benötigt, damit du loslassen kannst. Ich verspreche dir, dass dir die Luft nicht ausgehen wird, ganz im Gegenteil. Lass uns anlässlich eines Erstgesprächs gemeinsam lospusten, um so die Samen auf eine Reise ins wunderbare Neuland zu schicken. Schon bald wirst du voller Lebenskraft ernten, was du durch dein Loslassen säst. Hab Vertrauen, jedem Ende wohnt ein Anfang inne. Gönne dir diesen wundervollen Zauber des Anfangs. 

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