Die Lehre der Demut

Ganzheitliche Psychosoziale Beratung Sara Vercellone - Blog die Lehre der Demut
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Wenn das Leben uns Demut lehrt,

merken wir, dass wir in vielerlei Hinsicht machtlos sind.

Auf einmal stellen wir fest, dass das Leben einfach geschieht,

während wir fleissig dabei sind, andere Pläne zu machen.

Dann kommen wir manchmal nicht umhin, ein gewisses Mass an Leid zu ertragen.

Wir schlagen auf dem Boden der Tatsache auf, dass alles hier endlich ist,

wir das Drehen der Welt und den Lauf des Lebens nicht beeinflussen können.

«Haltet die Welt an! Es fehlt ein Stück!», schreien wir in die Welt hinaus.

Aber keiner kann sie anhalten, keiner kann etwas dagegen tun.

Du nicht, ich nicht, niemand. Ticktack, ticktack.

Sie dreht sich und dreht sich. Ohne Rücksicht auf Verlust.

Vergänglich ist das Leben.

 

Der Mensch ist meistens Mensch.

Umgeben von Vielen, und dennoch allein. So kommen wir, so gehen wir.

Machtvoll wollen wir alle sein, aber machtlos sind wir am Ende alle.

Wenn es langsam Zeit wird zu gehen, was ist dann noch wirklich wichtig?

Die Spuren unseres Lebens; als Erinnerung in den Herzen unserer Mitmenschen.

Das Band der Liebe; das uns alle zusammenhält, stärkt, und niemals reisst.

Die wahre Essenz unseres Seins; unsere unsterbliche, zeit- und raumlose Seele. 

Und letztlich ist es vermutlich genau das, was für immer bleibt, 

und gleichzeitig das Einzige, was wir mitnehmen können.

Die Liebe. Das All-ein-sein. Die Allverbundenheit.

Wir sind das Alles und das Nichts.

Ewig sind wir.

 

Wenn das Leben uns Demut lehrt, 

mag es uns vorerst tief erschüttern. Wenn wir aber mit dem Herzen hinsehen,

können wir Leid ertragen, ohne unterzugehen, können die Essenz dieser Lehre gar bejahen.

Wir dürfen erfahren, was im Leben wirklich wesentlich ist.

Es zeigt sich ganz klar, um was es im Kern geht. Deutlicher kann es sich nicht zeigen.

Demut bedeutet Seinlassen von dem, was ist, sowie Loslassen von dem, was nicht (mehr) ist.

Es geht um die absolute Akzeptanz des Machtlosseins, um das Macht-los-lassen.

Gemeint ist das Loslassen der Macht und sich machtlos zu lassen. 

Umrahmt von bedingungslosem Glauben und Vertrauen in eine höhere Macht.

Und plötzlich fliesst uns inmitten von Nichts eine unermessliche Kraft zu.

Vergänglich das Leben.

Ewig wir.

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