Menschliche Spuren

Ganzheitliche Psychosoziale Beratung Sara Vercellone - Blog Menschliche Spuren
Ganzheitliche Psychosoziale Beratung Sara Vercellone - Blog Menschliche Spuren

Sommer 2018: alle jammern wegen der Hitze und alle atmen auf, sobald Abkühlung naht. Gleichzeitig darf davon ausgegangen werden, dass wir schuld daran sind, und wir alle wissen schon lange, dass wir etwas dagegen tun könnten. Aber wir begnügen uns damit, davon zu sprechen, was man kollektiv tun könnte, anstatt es einfach für sich zu tun, und damit tatsächlich eine Veränderung herbeizuführen. Kurt Marti selig, Pfarrer und Schriftsteller, sagte einst «Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen». Dieses weise Wortspiel begleitet mich seit meiner Kindheit, und manch einer, der sein «Freundebuch» aufbewahrt hat, findet es darin. MfG Sara. Er hat ja wirklich so recht damit, und genauso hat es Marc-Uwe Kling, der der ganzen Thematik mit folgenden Worten einen sarkastischen Beigeschmack gibt «Ja, wir könnten jetzt was gegen den Klimawandel tun, aber wenn wir dann in 50 Jahren feststellen würden, dass sich alle Wissenschaftler doch vertan haben und es gar keine Klimaerwärmung gibt, dann hätten wir völlig ohne Grund dafür gesorgt, dass man selbst in den Städten die Luft wieder atmen kann, dass die Flüsse nicht mehr giftig sind, dass Autos weder Krach machen noch stinken und dass wir nicht mehr abhängig sind von Diktatoren und deren Ölvorkommen. Da würden wir uns schon ärgern».

 

Es geht nicht nur um die aktuell spürbaren Auswirkungen des Klimawandels, es geht mir persönlich generell um das Sorgetragen zu unserer Welt. Denn letztendlich ist doch alles, was wir auf ihr nicht gut finden, schlicht und einfach menschengemacht. Alles. Ja, wir Menschen haben auf dieser Welt haufenweise unschöne Spuren hinterlassen, die nun für immer bleiben. Aber wir alle könnten tagtäglich so vieles tun, um diese Welt wieder zu einem besseren Ort zu machen. In diesem «wo kämen wir hin» schwingt aber natürlich immer auch eine Angst mit. Vermutlich ist es vor allem die Angst vor Neuem und vor Veränderung, die hierbei eine Rolle spielt. Obwohl wir doch alle irgendwie immer wollen, dass sich etwas verändert. Dahinter liegt aber auch die Angst vor dem Scheitern und dem Verlieren. Also entscheiden wir uns oftmals für einen Weg, den andere auch schon gingen oder gehen, und weigern uns, einfach mal neue Wege einzuschlagen. Damit tun wir nicht nur Anderen und der Welt unrecht, sondern wir schaden uns selbst mitunter am meisten. Denn wir betrügen uns um potenzielle Chancen und grenzenlose Möglichkeiten. Wir verkennen die Fülle des Lebens und übersehen die Schönheit der Welt. Weisst du; wenn wir nur immer in bereits vorhandenen Fussspuren laufen, entdecken wir keine neuen Welten, sondern beschränken uns auf unsere eigene kleine Welt. Wenn auch immer dir also Jemand sagt, dass etwas, das du machen willst, nicht möglich ist, bitte ich dich zu bedenken, dass dies eine Reflexion seiner Grenzen ist - nicht deiner. Wenn du auf dieser Welt eigene Spuren hinterlassen willst, wage es auch Wege zu gehen, die vor dir noch niemand gegangen ist. 

 

Lasst uns heute in einem ersten Schritt einfach losgehen, und uns nicht nur fragen, wohin wir kämen, wenn wir gingen. Ich möchte menschliche Spuren auf dieser Welt hinterlassen, die geprägt sind von Liebe, und nicht von Hass. Bist DU dabei? Dann lass uns eine gegenseitige Inspiration füreinander sein, indem du mit deinem Kommentar deine Spur hier hinterlässt. Ich frage dich dazu ganz konkret: was willst du heute tun, um diese Welt zu einem besseren Ort zu machen?

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