3. Advent: Glaube

Ganzheitliche Psychosoziale Beratung Sara Vercellone - Blog 3. Advent: Glaube
Ganzheitliche Psychosoziale Beratung Sara Vercellone - Blog 3. Advent: Glaube

Neulich habe ich mich mit zwei Kollegen über Schöpfung, Vergänglichkeit und Menschengemachtes unterhalten. Folglich ging es auch um Sinn und Unsinn der medizinischen und technischen Fortschritte, und wir fragten uns, wie viel Wert ein Leben hat. Aus ethischer Sicht vorerst sicherlich eine heikle Fragestellung, im Grunde geht es dabei aber um sehr viel mehr. Durch so viel Menschengemachtes geht ein Stück weit unsere natürliche Intuition verloren, und am Ende sind und bleiben wir ja doch alle vergänglich, egal wie lebensverlängernd und (vermeintlich) -erweiternd wir uns verändern. So ging es also vielmehr um den effektiven Wert, den wir unserem Leben selbst zu geben vermögen, als um finanzielle Aspekte. Denn es ist nicht wenig Zeit die wir haben, sondern viel Zeit, die wir durch unser Menschsein nicht nutzen. Da meinen wir doch beispielsweise tatsächlich, auf den Mars fliegen zu müssen um neue Erkenntnisse, unter anderem über unser Zuhause, die Erde, zu gewinnen, anstatt dieser und seiner Bewohner einfach mehr Sorge zu tragen, und eben z.B. solche Experimente zu unterlassen. Wir denken immer alles wissen und ergründen zu müssen, anstatt einfach auf das zu vertrauen, was ist. Und das ist weit mehr, als für das Menschenauge offensichtlich ist.

 

Die wichtigsten Dinge ergründen wir nicht mit den Augen oder dem Verstand, sondern mit unserer Seele und unserem Herzen. Vermutlich wären wir glücklicher, wenn wir nicht ständig den Drang hätten, über alles die Kontrolle haben zu müssen, und wenn wir einfach darauf vertrauen würden, dass sich alles längst im natürlichen Fluss des Lebens befindet. Also dass immer zur richtigen Zeit geschieht, was geschehen muss, und alles seinen Grund und seine Richtigkeit hat. Irgendwann nämlich - und dann immer wieder - kommt bei uns allen wohl oder übel der Zeitpunkt, an dem es uns zurückwirft auf etwas, was tief in unserer Seele wohnt. Spätestens wenn ein geliebter Mensch krank wird und/oder den Raum wechselt, brauchen wir alle etwas, an das wir glauben können. Etwas, das uns hält, wenn vor lauter Schmerz alles um uns herum zusammenfällt. Das sind dann keine menschengemachte wissenschaftliche Erkenntnisse mehr, nein, es ist eben jener wichtige Grundwert: das Urvertrauen in unseren Glauben. Wir wünschen uns dann nichts mehr, als eine Brücke zu bilden zwischen unserer eigenen Seele, und jener, die wir verlieren oder verloren haben. Diese Brücke gibt es. Und wenn es gelingt, selbst zu dieser Brücke zu werden, ist dies ein unbeschreibliches Gefühl; es ist pure Liebe. Es ist also durchaus empfehlenswert, diesen Wert bereits in guten Zeiten bewusst zu pflegen.

 

Während unsere Gedankengänge in jenem Gespräch immer tiefer und unsere Herzen immer weicher wurden, spürte ich, wie dankbar ich bin, dass ich mit Überzeugung glauben kann. Nicht nur an mich selbst und das Gute in den Menschen, sondern insbesondere auch an diesen unsterblichen Teil in einem Jeden von uns. Manche Menschen nennen es Gott, für mich ist es religionsunabhängig und hat keine feste Gestalt. Glauben weitet den Horizont und verändert letztlich alles. Auch du hast diese Erfahrung in deinem Leben gemacht. Erinnerst du dich an die Zeit, an der du noch an alles geglaubt hast? Spinat verleiht Superkräfte à la Popeye, Broccoli macht schlau, das Christkind bringt die Geschenke, der Samichlaus weiss über alles Bescheid... Wir alle werden älter und beginnen zu hinterfragen, und dann hören wir irgendwann auf an alles zu glauben. Das ist auch gut so, aber vielleicht realisierst du jetzt, wie schön und einfach alles was, als du noch an alles geglaubt hast, und wie dadurch, dass du inzwischen aufgehört hast, an ganz Vieles zu glauben, dein Leben an Zauber verloren hat. Schade eigentlich, oder?!

 

Lasst uns heute ein Licht entzünden auf und für den Glauben. Mit ihm verhält es sich wie mit der Liebe. Du kannst sie weder sehen noch greifen, auch gibt es keine wissenschaftliche Erklärungen für sie, und trotzdem hinterfragst du nicht, wenn sie da ist. Sie ist einfach. Mit dem Glauben ist das ganz genauso. Glauben ist Licht und Vertrauen ist der Lichtschalter. Vertraue in deine natürliche Intuition und in deine sensitive Wahrnehmung und glaube mir, da ist plötzlich so unendlich viel mehr, als du dir mit deinem Verstand je erdenken könntest. Wie wäre es, wenn du heute beschliesst, deinem Leben etwas mehr Zauber zu verleihen, indem du beginnst wieder an dies und jenes zu glauben? Herzlich lade ich dich dazu ein, in dich hineinzufühlen und wahrzunehmen, an was DU in deinem Leben je geglaubt hast, wie das Gefühl dazu war, an was du heute noch glaubst, und woran du zukünftig gerne (wieder) glauben möchtest. Wenn du magst, teile deine Erkenntnisse sehr gerne hier mit uns, um so das Licht des Glaubens an diesem 3. Advent 2018 am Leuchten zu halten und weiterzugeben. 

Ganzheitliche Psychosoziale Beratung

in Brunnen SZ 

beratung@saravercellone.ch 

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