In der Schwebe liegen

Ganzheitliche Psychosoziale Beratung Sara Vercellone - Blog In der Schwebe liegen
Ganzheitliche Psychosoziale Beratung Sara Vercellone - Blog In der Schwebe liegen

«Viele Menschen mögen Sonnenuntergänge, aber ich mag auch die Zeit danach.

Wenn die Nacht schon beginnt, während der Tag noch nicht vorbei ist.

Für einen Augenblick siehst du, wie sich das letzte Licht der Sonne

mit dem fahlen Schein der anderen Sterne mischt.

Ich glaube, genau dort entsteht wahre Liebe.

Dort, wo alles in der Schwebe liegt.»

 

«Nur in diesem kurzen Moment?»

 

«Der Moment wandert rund um die Erde.

So wirkt er für den Betrachter flüchtig,

auch wenn er in Wirklichkeit niemals endet.

Genau wie die Liebe.»

(isLieb)

 

Wenn in der Natur zwei Gegensätze aufeinanderprallen - Tag und Nacht, Wärme und Kälte, Sonne und Regen, Licht und Schatten - entstehen Momente, die uns tief zu berühren vermögen, und uns letztlich an Liebe erinnern. Paradoxerweise fürchten wir dieses Aufeinanderprallen von Gegensätzen, also jede Art von Schwebe, in uns selbst. Wir bevorzugen das Eine oder das Andere, selten bis nie aber ein Dazwischen. Wir verkennen uns immer wieder als Teil der Natur und lassen auf diese Weise zu, dass wir uns stattdessen als Teil von gar nichts fühlen. So bilden wie einen optimalen Nährboden für Ängste, und gelangen in unserem Chaos schliesslich zur Überzeugung, die Liebe hätte uns verlassen. Die Liebe verlässt uns aber nicht, niemals. Sie wohnt in dir, in mir, in jedem von uns.

 

Selbst wenn wir traurig sind, es sich für uns wie die düsterste Nacht aller Nächte anfühlt, und niemand da ist, auf den wir sie projizieren können, ist sie da. So wie in jeder Schwebe, und in jedem Sein im Einen oder Anderen, immer beide Polaritäten in uns bestehen bleiben, tut es auch die Liebe - denn das ist unsere Natur. Während wir aber an der Angst festhalten, verdrängen wir die Liebe in uns. Das ist doch Beweis genug,  dass Liebe letztlich nicht nur ein überaus intensives kosmisches Gefühl, sondern eben auch eine menschliche Entscheidung ist. Hiermit lege ich dir diese Erinnerung in dein Herz. Gleichzeitig manifestiere ich sie auch in meinem Herzen. Für Zeiten der sturmflutenden Angst, für dann, wenn ich einerseits den Lärm verstummen lassen, und mich anderseits vor der alles verschluckenden Stille beschützen will.

 

Denn viel zu lange versuchte ich wieder die Schwebe zu umgehen, indem ich kontrollieren wollte, was ich nicht kontrollieren kann. Zitternd lag ich auf dem Boden der Angst. Wohlwissend, dass Kontrolle aus Angst und Vertrauen aus Liebe geboren wird, entschied ich mich schliesslich für zweiteres. Begann mich mit der Natur zu verbinden, meiner inneren Wahrheit, und Liebe zu wählen. Am Tag, in der Nacht, überall dazwischen. Immer. Bis der Sturm nach und nach abflaute. Das Chaos sich in leises Flüstern wandelte. Mein Seelendachboden nunmehr entrümpelt war. Durch das Fenster wärmende Sonnenstrahlen fielen. Bis ich so viel bequemer lag. Niemals endend kam ich in mir und durch mich wieder zu mir nach Hause und gebar Vertrauen; von meiner eigenen Liebe durchtränkt die Schwebe umarmend. Es ist was es ist. Genau wie die Liebe.

dipl. Psychosoziale Beraterin / Coach

in Brunnen SZ 

079 133 67 77

beratung@saravercellone.ch 

 

 

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