s'Bescht drus machä muäss mr sälber

Ganzheitliche Psychosoziale Beratung Sara Vercellone - Blog s'Bescht drus machä muäss mr sälber
Ganzheitliche Psychosoziale Beratung Sara Vercellone - Blog s'Bescht drus machä muäss mr sälber

Immer wieder kommen diese Phasen, in denen wir mit der Tatsache konfrontiert werden, dass wir alle, so wie wir hier sind, vergänglich sind. Einerseits ist dies schmerzhaft, weil wir dadurch daran erinnert werden, dass irgendwann der Tag kommt, an dem wir von lieben Menschen Abschied nehmen müssen. Anderseits holt es uns zurück auf den Boden der Realität, bringt so ganz vieles in Relation, ich sage es gerne so: der Tod bringt uns auch das Leben näher. Es erinnert uns letztlich doch auch daran, dass jeder Mensch alleine auf diese Welt kommt, und sie auch alleine wieder verlassen muss, und dass das Einzige, was aus dieser Perspektive noch wichtig ist, das ist, was wir lieben.

 

Wenn uns all das aufgrund eines nahenden Abschieds wieder bewusst wird, können wir plötzlich aufhören mit all den kleinen Dramen in unserem Leben, wo eigentlich keine sind. Genau deshalb finde ich es wichtig, den Fokus immerwährend vorwiegend auf das zu legen, was uns Freude bereitet und unsere Welt etwas intensiver am Laufen hält. An etwas zu glauben, und sei es nur an uns selbst. Das Urvertrauen in das grosse Ganze in uns zu manifestieren, und uns immer wieder in das Leben zu verlieben, mit jeder Faser unseres Seins. Denn besonders in solchen Momenten ist es just das, was unser Herz warm hält. 

 

Wir selbst, und niemand anders, gestalten unser Leben täglich, ja stündlich, durch unsere eigenen Gedanken, Gefühle, Worte und Handlungen. Die Natur hat uns zu einem Künstler gemacht, zu einem Schöpfer. So wie der Bildhauer ständig an seiner Skulptur arbeitet, wie der Maler an seinem Bild malt und der Komponist eine Symphonie kreiert, so gestalten und verändern auch wir permanent unser Leben und uns selbst. Betrachten wir unser Leben doch daher als ein grossartiges Kunstwerk, das wir nicht (nur) mit den Massstäben unseres Verstands bewerten, sondern vor allem mit dem Herzen betrachten. Wir alleine sind es, die an diesem Kunstwerk Änderungen vornehmen können. Jederzeit, und nicht nur dann, wenn der Tod eines lieben Menschen bevorsteht. Nämlich dann, wenn es uns gelingt, unsere Schöpferkraft immer deutlicher zu erkennen und bewusst in Besitz zu nehmen. 

 

Die Kunstfertigkeit und das Bewusstseins eines professionellen Lebenskünstlers zu erlangen, der immer mehr begreift, was er will, woran er mit Überzeugung glaubt, und was ihm wirklich gut tut, ist wohl ein lebenslanger Prozess. Aber wir haben alles in uns, um ein brillantes Kunstwerk zu erschaffen; uns unsere Lebensfreude beizubehalten, bis zu dem Tag, an dem wir sterben. Und uns immerzu in unserem Herzen zu bewahren, so zu leben, dass wir, wenn der Augenblick gekommen ist, und wie diese Welt verlassen müssen, das Gefühl haben, nicht nur ein Leben gelebt zu haben, sondern tausende. Das Leben ist ein göttliches Geschenk an unsere Seele, um es aber mit den Worten jenes Menschen zu sagen, der mich an all das erinnerte: «s'Bescht drus machä muäss mr sälber»!

dipl. Psychosoziale Beraterin / Coach

in Brunnen SZ 

079 133 67 77

beratung@saravercellone.ch 

 

 

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