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Ganzheitliche Praxis Sara Vercellone - Alle Geschichten von Tiemo Hauer
Ganzheitliche Praxis Sara Vercellone - Alle Geschichten von Tiemo Hauer

«Sie ist Weihnachten alleine. Er hat gestern seinen Hund begraben. Die da drüben hat ihr Geld verloren. Und er dort hinten wird nach Jahren, genau heute Abend, endlich die Wahrheit sagen. Das Mädchen bei den Magazinen traut sich nicht nach Hause. Der Mann da vorne konnte wochenlang nicht vor die Tür. Die Frau die tosend an der Wursttheke steht, wollte nie ein Kind -  seit letzter Woche hat sie vier. Die haben alle Geschichten, und die kann man nicht sehen, also: Sei mal nicht so hart zu denen. Die haben alle nen' Tag hinter sich, wenn sie abends im Supermarkt stehen, also: Sei mal nicht so hart zu denen.

 

Die junge Frau beim Obst wurde im Körper eines Mannes geboren, in eine Gesellschaft, die das noch nicht so ganz kapiert. Der Mann da drüben bangt um seine grosse Liebe, weil die jeden Tag ein bisschen mehr ihrer Erinnerung verliert. Der Junge unter der Kapuze wird in der Schule fertig gemacht. In die Haare des Mädchens am Cornflakesregal hat gerade ein Fremder gefasst. Die Frau im roten Mantel hat Angst vor allem, das hier gerade passiert; vor den Menschen, der Enge, dem Wahnsinn - und vielleicht sogar ein bisschen vor dir. Die haben alle Geschichten, und die kann man nicht sehen, also: Sei mal nicht so hart zu denen. Die haben alle nen' Tag hinter sich, wenn sie abends im Supermarkt stehen, also: Sei mal nicht so hart zu denen.

 

Auch du hast Geschichten, die die andern nicht sehen, also: Erwarte nicht zu viel von denen. Auch du hast nen' Tag hinter dir, wenn du abends im Supermarkt stehst. Lass uns ein paar Meter gehen, dann kannst du alles erzählen.»

 

Diesen Song von Tiemo Hauer habe ich neulich im Mix der Woche von Spotify entdeckt. Er sensibilisiert in einer Thematik, die wir alle im Alltag wohl oft antreffen; wir urteilen voreilig über fremde Menschen, und begegnen ihnen darin nicht selten schroff. Genauso sind wir manchmal so selbstbezogen unterwegs, dass wir hingegen erwarten, jede/r müsse unsere Verfassung von Schiff aus erkennen, und uns entsprechend sorgsam behandeln. Wie schön wäre es, würden wir jedem Menschen den Raum geben, in seinem Licht zu strahlen - ob laut oder leise, gedimmt oder hell - indem wir einander einfach offenherzig und wohlwollend gegenübertreten. Vielleicht erleichtern wir uns damit nicht nur den eigenen Tag, sondern retten gleichzeitig still und heimlich denjenigen eines anderen.

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