Bittersüsse Nostalgie

Ganzheitliche Praxis Sara Vercellone - Bittersüsse Nostalgie
Ganzheitliche Praxis Sara Vercellone - Bittersüsse Nostalgie

Nach zwanzig Jahren habe ich kürzlich meine erste grosse Liebe wieder getroffen. Einem Menschen, der einem einst so nahe stand, nach so langer Zeit wieder zu begegnen, sorgte natürlich für eine gewisse Aufregung. Was ich jedoch nicht kommen sah, war die bittersüsse Nostalgie, welche jener Abend in mir auszulösen vermochte. Durch das gemeinsame Schwelgen in der Vergangenheit wurden Erinnerungen in der Gegenwart lebhaft, und weckten eine sentimentale Sehnsucht in mir, die mich nachhaltig begleitet. Es dauerte einige durchzogene Nächte und schlaftrunkene Tage, bis ich jene Gefühle - zwischen höchster Freude und tiefster Wehmut - einordnen konnte.

 

Jener Abend war nicht nur eine Begegnung mit dem anderen, sondern vor allem eine mit uns selbst; mit unserem jüngeren Ich, und mit den Gefühlen, die wir anno dazumal ineinander entfachten. Damals, als wir noch hoffnungslos unbeschwert, vollgepackt mit romantischen Vorstellungen vom Leben, und grenzenlosem Optimismus waren. Als die Liebe nach zwei Jahren zerbrach, hielt der erste Herzschmerz erbarmungslos Einzug. Und es geschah, was bei vielen von uns geschieht: Die uneingeschränkte Fähigkeit zu lieben, und Liebe zu empfangen, wurde nunmehr erschüttert. Mit dem Älterwerden lernen wir, dass Liebe auch wehtun kann, und bauen Schutzmechanismen auf. Je nach dem werden diese irgendwann zu Mauern. Und dann stehen wir dahinter auf unserem Aussichtsturm, mit dem Fernglas nach Liebe suchend.

 

Manchmal braucht es nur ein paar Stunden, und in jenen einen Menschen, der sanft mit seinen Fingerspitzen über das Herzgewebe fährt, um zu erkennen, dass womöglich alles bereits da ist - alles immer noch an seinem Platz. Und vielleicht geht es im Leben gar nicht darum, dass wir uns ständig selbst optimieren, sondern einfach nur darum, dass wir uns erinnern, wer wir waren, bevor wir uns selbst im Schmerz verloren haben. Wer wir waren, bevor wir angefangen haben zu glauben, dass wir - so wie wir sind - nicht genug sind. Vermutlich geht es vielmehr ums Loslassen, als ums Werden - ums Finden in uns selbst, als ums Suchen in der Ferne. Danke E., dass du mich an all das, und letzlich an mich, erinnert hast 💕

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