(Ent)täuschung

Ganzheitliche Praxis Sara Vercellone - (Ent)täuschung
Ganzheitliche Praxis Sara Vercellone - (Ent)täuschung

Wann warst du das letzte Mal so richtig enttäuscht von jemandem? Hast du reflektiert, wie es dazu kam? Nur wenn wir uns auf unsere eigene Anteile besinnen, können wir unsere Lehren aus der Erfahrung ziehen. Dabei geht es nicht darum, das Verhalten des anderen zu entschuldigen oder zu bagatellisieren, sondern vielmehr um die (Rück)Übernahme der Verantwortung und um das Verzeihen - dem eigenen Friede zuliebe. 

 

Letztlich basiert Enttäuschung immer auf die handlungsleitende Intention einer Erwartung. Wir passen uns beispielsweise vollumfänglich jemandem an, in der Erwartung, dass er dies mit bedingungsloser Liebe und Loyalität erwidert. Oder wir sind rund um die Uhr aufopferungsvoll für jemanden da, in der Erwartung, dass er auch für uns jederzeit da ist. Wird unsere Erwartung folglich nicht erfüllt, sind wir enttäuscht, fühlen uns als Opfer, und zeigen mit dem Finger auf den Täter. Ganz klar gibt es Verhaltensweisen die absolut nicht okay sind, und die wir durchaus von uns weisen dürfen und sogar müssen.

 

Eine Enttäuschung ist jedoch immer auch die Entlarvung einer Täuschung: wir sehen die Dinge nun so wie sie wirklich sind, und nicht so, wie wir sie sehen wollen. Sie ist also immer auch ein Schritt der Wahrheit entgegen und eine Befreiung von Illusion. Obschon Desillusionierung natürlich wehtut, kann sie durchaus auch zu persönlichem Wachstum, vertiefter Menschenkenntnis und emotionaler Reife führen. Entscheidend ist, wie wir mit ihr umgehen; ob wir uns lieber auf den Verlust und Frust fokussieren, oder auf den Gewinn und das Wachstum. 

 

Wenn du enttäuscht bist, ist es hilfreich zu reflektieren, wo und weshalb du dich verloren hast. Inwiefern hast du dich von jemandem oder etwas abhängig gemacht, und die Verantwortung abgegeben? Und wie erlangst du sie sie zurück? Vielleicht ist es zielführender, dich dafür auf dich und den Ursprung des Übels zu besinnen, anstatt auf den Verursacher und Auslöser. In der Opferhaltung hältst du dich nur unnötig klein, blockierst den Energiefluss, und fristest in Ohnmacht. Frage dich stattdessen: Um was geht es wirklich, was will es mir zeigen, und wie kann ich das Bestmöglichste daraus machen? 

Psychologie | Energetik | Kinesiologie

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