Emotionale Bedürftigkeit

Ganzheitliche Praxis Sara Vercellone - Bedürftigkeit
Ganzheitliche Praxis Sara Vercellone - Bedürftigkeit

Es ist ein Phänomen, von dem wir alle phasenweise betroffen sind, und es gibt leider unzählige Menschen, die sich kaum wieder davon loslösen können. In der emotionalen Bedürftigkeit wollen wir unbedingt eine Beziehung, unbedingt mehr Aufträge, unbedingt diesen Job, oder unbedingt was auch immer - wir haben ein starkes Bedürfnis, das wir um jeden Preis zu befriedigen versuchen. Ein gruseliges Unterfangen das selten zur Anziehung dessen was wir wollen führt, sondern im Gegenteil zu immer mehr Abstossung. Sobald wir meinen, etwas du brauchen, entsteht die erste Strophe der Katastrophe: Wir setzen uns unter Druck - und dieser, das ist ein physikalisches Gesetz, erzeugt immer Gegendruck.

 

Vielleicht hast du es auch schon erlebt, dass du in Phasen in denen du ganz bei dir bist und partout keine Beziehung willst, von Angeboten überhäuft wirst - während du in jenen, in denen du aktiv eine suchst, unsichtbar zu sein scheinst. Ein Paradoxon das obige These belegt, und eigentlich logisch ist. Beziehungsbedürftige Menschen überlegen sich bei jeder Eventualität wie sie es schaffen, dass das Gegenüber sich zu ihnen hingezogen fühlt. Sie tun alles um zu gefallen, sind äusserst kontaktfreudig, und versuchen durch Fragereien und Erzählungen die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. All das zeigt selten Wirkung, und oft scheitert es bereits vor einem allfälligen Treffen. Falls es vereinzelt dazu kommt, glauben sie, dass jeder Witz, jedes Kompliment und jede Gefälligkeit ihnen etwas mehr Anerkennung und Attraktivität beschert - und sind erstaunt, wenn fadenscheinige oder wortlose Begründungen dann jeweils dazu führen, dass es endet bevor es richtig begonnen hat. Obschon es doch in ihren Augen wunderschön und absolut stimmig war.

 

Die Antwort nach ihrem Warum, das sie zwar ergründen, aber keinesfalls realisieren wollen, ist simpel: Hinter ihrem Verhalten steckt die falsche Motivation - nämlich die Erwartung für ihre (gekünstelten) Bemühungen etwas zu erhalten. Sie versuchen durch Gefälligkeiten zu vertuschen, dass sie eigentlich nur auf ihren Vorteil bedacht sind. Aus psychologischer Sicht ist dies auf ein geringes Selbstwertgefühl, Verzweiflung und Hilflosigkeit zurückzuführen - und das ist dann eben leider Gottes deutlich spürbar. Menschen, welche die Wirkung ihrer Persönlichkeit kennen und Selbstwirksamkeit leben, haben ganz andere Gedanken. Sie geniessen bei einem Kennenlernen und späteren Treffen einfach die gute Gesellschaft, haben keine Erwartungen, und würdigen es aufrichtig und glaubhaft, wenn ihnen etwas positiv auffällt. Sie haben ihre eigene Meinung, und sind einfach so wie sie sind. Weil sie sich selbst genügen, vermitteln sie nichts und niemanden, dass sie es dringend brauchen. Dadurch wirken sie authentisch, selbstbewusst und durch all das eben oftmals auch anziehend.

 

Dasselbe Paradoxon lässt sich nun auf alle Fälle der Bedürftigkeit anwenden. Nichts und niemand, ausser vielleicht ein Narzisst, mag es gebraucht zu werden - denn es hat einen manipulativen, einengenden und toxischen Charakter. Falls du dich aktuell selbst im einen oder anderen Bereich als bedürftig erlebst, so rate ich dir, dich aktiv damit auseinanderzusetzen, und achtsam zu sein. Kümmere dich um deinen Selbstwert und dein tatsächliches Bedürfnis hinter jener Bedürftigkeit. Finde die Antworten in dir, und nicht im Aussen wo du niemals fündig wirst. Ich garantiere dir: wenn du es schaffst, deinen Fokus zu verändern und dich aus der Bedürftigkeit loszulösen, wirst du schon bald darüber staunen, wie alles wieder zu fliessen beginnt, und die Wunder nach und nach in deinen Schoss purzeln. Vielleicht findest du nicht, wonach du so verzweifelt suchst, aber es findet dich jederzeit all das, was du wirklich brauchst.

Psychologie | Energetik | Kinesiologie

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