Zweite Entwicklungsphase

Pünktlich zum Heiligabend, an dem hierzulande die Geburt Jesu gefeiert wird, dreht sich auch hier auf meinem Blog alles um die Geburt, in dem ich die zweite Entwicklungsphase der Chakras - die Entwicklung des Kindes - einläute. Mit der Geburt dreht sich der energetische Zyklus um; die einzelnen Phasen dauern jetzt länger (durchschnittlich ein Jahr), wobei der optimale natürliche Rhythmus ein Siebenmonatsrhythmus ist. Die Entwicklung der Chakras setzt sich, wie im letzten Beitrag angekündigt, dort fort, wo das vorgeburtliche Leben abgeschlossen wurde: mit dem Wurzelchakra.

 

Die Entwicklung vor der Geburt schuf die energetische Grundlage. In den ersten sieben Lebensjahren werden die Grundlagen ausgebaut und die Muster werden stabiler. Deshalb sagt man auch, dass vor allem die ersten sieben Jahre das spätere Leben sehr entscheidend prägen. Nachdem nämlich dieser Zyklus abgeschlossen ist, hat sich ein bestimmter Chakra-Typus entwickelt, und wie die Psychologie schon längst weiss, lassen sich Muster, welche in der Kindheit geprägt werden, später nur durch bewusste Anstrengungen überwinden.

 

Daher ist die Erziehung in den ersten Lebensjahren elementar. Wenn Eltern über die einzelnen Stadien der Chakra-Entwicklung Bescheid wissen, können sie ihr Kind nicht nur besser verstehen, sondern auch dazu beitragen, dass seine körperliche, seelisch-geistige und spirituelle Entwicklung ungehindert stattfinden kann. Der heilsame Einfluss einer positiven Erziehung kann durch die Anregung der Chakra-Energien, die in der jeweiligen Phase wichtig sind, verstärkt werden. 

 

1. Lebensjahr - 1. Chakra

Hier ist, wie im letzten Monat der Schwangerschaft, das Wurzelchakra besonders aktiv. Wichtige Aspekte wie Urvertrauen, Stabilität, Ausdauer, Lebenswillen, Erd- und Naturverbundenheit und das Gefühl für die natürlichen Rhythmen des Lebens werden geprägt. Das erste Lebensjahr ist  wohl das Wichtigste im Leben des Menschen; alle Zyklen treffen sich in einem Punkt. Der vorgeburtliche Zyklus endet mit der Entfaltung des Wurzelchakras, der siebenjährige Zyklus setzt dies fort, und der grosse Zyklus (im nächsten Beitrag) baut auf den Energien auf. Fehlentwicklungen im diesem ersten Lebensjahr können sich später als Selbstsucht, Trägheit, Triebhaftigkeit und existenzielle Ängste ausprägen. Vor allem können sie zu grundlegendem Misstrauen dem Leben gegenüber führen, das nur mühselig abgelegt werden kann. Das Wichtigste ist, dass ein Kind in dieser Zeit von seinen Eltern bedingungslos angenommen wird. Insbesondere die Mutter sollte jetzt voll und ganz für das Kind da sein, damit es keine Ängste entwickelt, und sein Urvetrauen fest begründet wird. Wenn das Baby schreit, zeigt es, dass es en notwendiges Bedürfnis hat. Es ist davon abzuraten, das Kind während dieser Zeit schreien zu lassen, und es zum Durchhalten zu erziehen: dadurch lernt es lediglich, dass es sich nicht auf Schutz und Zuwendung verlassen kann. Das Kind soll möglichst viel Nähe erfahren, oft in den Arm genommen werden, viel Berührung haben. Wird dem Kind das Gefühl vermittelt, getragen und geborgen zu sein, kann es ein gesundes Urvertrauen entfalten und wird keine existenziellen Ängste entwickeln.

 

2. Lebensjahr - 2. Chakra

Im zweiten Lebensjahr wird das Sakralchakra mit den Themen Sinnlichkeit und emotionaler Ausdruck besonders wichtig. Das Kind braucht jetzt nicht mehr nur die Nähe der Eltern, sondern auch sinnliche Zuwendung mit einem hohen Mass an Streicheleinheiten. Fehlen diese, wird es nur schwer eine gute Beziehung zum eigenen Körper entwickeln - wie auch zur sinnlichen Welt als Ganzes. Die Eltern sollten das Kind in dieser Zeit seine Emotionen ungehindert leben lassen, denn es muss diese erproben, erfahren und bewusst ausdrücken. Gefühlsausbrüche sind der ganz normale und notwendige emotionale Ausdruck des Kindes. Akzeptieren Eltern das nicht und zeigen nur dann Zuwendung, wenn das Kind brav ist, können Blockaden im Sakralchakra ausgelöst werden. Das Kind lernt, Persönlichkeitsanteile, die sich gerade erst entwickeln, zu verdrängen. Wenn es erwachsen wird, fällt es ihm schwer, mit Emotionen richtig umzugehen, sie zu zeigen und zu verstehen. Mangelnde Sensibilität und Einfühlungsvermögen sind später Kennzeichen eines an der Entwicklung gehinderten Sakralchakras. Kann das Kind jetzt das Repertoire seiner Emotionen ausprobieren, wird es Zorn, Wut und Aggressionen weitgehend hinter sich lassen können. Und Achtung, das heisst nun für Eltern nicht, alles über sich ergehen zu lassen; es ist lediglich wichtig, das Kind unabhängig von seinem Verhalten immer sinnlich und liebevoll anzunehmen, und dies auch zu zeigen.

 

3. Lebensjahr - 3. Chakra

Jetzt machen sich die Energien des Nabelchakras bemerkbar mit dem Hauptthema Macht. Das Kind erprobt seine Persönlichkeit und seine Fähigkeit, die Welt zu beeinflussen; es lernt, seine Welt - innen wie aussen - selbst zu kontrollieren und andere Menschen als Individuen wahrzunehmen. Eltern, welche die persönliche Entfaltung ihres Kindes durch allzu strenge Regeln beschränken, tragen dazu bei, dass ihr Kind Blockaden im Nabelchakra entwickelt. Diese energetischen Einschränkungen führen dazu, dass es im späteren Leben entweder übermässig angepasst und zwanghaft oder aber tyrannisch und machtbesessen wird. Gerade in dieser Phase ist es wichtig, dass das Kind seine Grenzen zu überschreiten versucht und eigene (vielleicht sogar schmerzhafte) Erfahrungen sammeln kann. Es ist gut für die Entwicklung des Kindes, wenn es jetzt relativ leicht bekommt, was es will; vorallem nicht erst nach entweder aggressivem oder angepasstem Verhalten. Es sollte die Erfahrung machen, dass es nicht nötig ist, seine eigenen Kräfte zu unterdrücken und sich unterordnen und verstellen zu müssen, sondern dass es etwas bewirken kann und bekommt, was es will, wenn es sich einsetzt.

 

4. Lebensjahr - 4. Chakra

Jetzt entwickelt sich das Herzchakra mit den Themen Mitgefühl, Toleranz, Selbstwertschätzung und künstlerische Ausdruckskraft. In diesem Alter lernt das Kind, sich in andere Menschen hineinzuversetzen. Es ist jetzt sehr liebesbedürftig und erfährt das Wechselspiel zwischen Geben und Nehmen. Wird das Bedürfnis nach Liebe nicht erfüllt, wird das Kind später im Leben besitzergreifend und eifersüchtig reagieren - es wird ihm schwerfallen, Liebe zu geben und anzunehmen. Diese Phase ist auch entscheidend für das Selbstwertgefühl und die künstlerische Ausdruckskraft, wobei sie eng zusammenhängen; der kreative Ausdruck ist zutiefst persönlich, aus dem Herzen kommend, und jedes Infragestellen des kreativen Ausdrucks trifft daher die Person, solange sie noch nicht gefestigt ist, in ihrem Wesenskern. Die Eltern sollten das Kind nicht auslachen, kritisieren, verbessern oder gleichgültig reagieren, wenn es malt, singt, tanzt oder sich etwas ausdenkt. Jedes Kinder-Kunstwerk ist ein Teil seiner Seele, die es offenbart. Es verdient besondere Wertschätzung und Anteilnahme.

 

5. Lebensjahr - 5. Chakra

In dieser Phase ist das Halschakra besonders sensibel, es entwickelt sich mit ihm die Fähigkeit zur Kommunikation mit der Innen- und Aussenwelt. Die Sprachentwicklung macht den Sprung von der Kinder- zur Erwachsenensprache. Eltern können die Entfaltung des Halschakras unterstützen, indem sie mit ihrem Kind viel sprechen, diskutieren, ihm erzählen und es erzählen lassen. Es lernt zudem nebst der verbalen Sprache auch die Körpersprache, den stimmlichen Ausdruck und die Sprache des Unterbewusstseins. Wenn das Kind das Bedürfnis äussert, lesen zu lernen, sollten die Eltern dem nachkommen. Zudem ist jetzt die optimale Zeit, um ein Instrument zu lernen.

 

6. Lebensjahr - 6. Chakra

Das Stirnchakra wird verstärkt weiterentwickelt und damit tritt das Kind in die Welt der geistigen Bedürfnisse ein und hat eine natürliche Freude daran, Zusammenhänge zu entdecken und neue Erkenntnisse zu gewinnen. In diesem Alter werden Kinder in die Schule geschickt, wo ihr Wissensdurst gestillt werden kann - und sie mitunter erfahren, dass Lernen mit Unannehmlichkeiten wie Stillsitzen, Nichttundürfen oder gar Strafen verbunden ist. Eltern sollten versuchen, dies aufzufangen und Neugier und Wissensdrang mit möglichst viel Offenheit zu begegnen. 

 

7. Lebensjahr - 7. Chakra

In der letzten Phase des Kindheitszyklus wird das Kronenchakra besonders aktiv. Es entwickeln sich Grundlagen spiritueller Bedürfnisse. Kinder beginnen sich vermehrt für Gott, den Tod und den Sinn des Lebens zu interessieren. Eltern sollten das Kind hierbei ernst nehmen, es in seinen Fragen achtsam begleiten, und ihm meditative Erlebnisse im Rahmen der eigenen spirituellen Ausrichtung ermöglichen. 

 

Mit der Geburt beginnt nicht nur der siebenjährige Zyklus der frühen Kindheit, sondern auch der übergeordnete grosse Zyklus des menschlichen Lebens, der sieben mal sieben Jahre umfasst. Hiermit geht es in einer Woche an Silvester weiter.

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