Polaritäten

Ganzheitliche Praxis Sara Vercellone - Polaritäten
Ganzheitliche Praxis Sara Vercellone - Polaritäten

Menschen mögen das Leben in Extremen: Sie tracken minutiös ihr Essen - oder stopfen alles Mögliche in sich hinein. Sie machen jede erhältliche Impfung - oder sind prinzipiell dagegen. Sie treiben täglich Sport - oder bewegen sich nur wenn nötig. Sie konsumieren an einem Fest übermässig Alkohol - oder sie bleiben tropfnüchtern. Entweder schwarz oder weiss, ganz oder gar nicht. Wir alle kennen dieses Muster im einen oder anderen Lebensbereich. Es ist menschlich, oftmals sehr hilfreich, und kommt dem Seiltanz gleich: natürlich ist es deutlich sicherer, festen Boden unter den Füssen zu haben, als zwischen zwei Böden, im Sinne von Polaritäten, auf einem Seil zu schweben.

 

Bisweilen meinen wir jedoch, Polaritäten seien maximal voneinander entfernt, in Tat und Wahrheit liegen sie aber untrennbar nah beieinander. Der Seiltanz hat durchaus seine Qualität - vorausgesetzt, wir schaffen für uns die dafür notwendige Sicherheit. Wenn wir darauf vertrauen können, dass wir bei einem möglichen Fehltritt nicht einfach fallen, sondern auch im allfälligen Fliegen getragen sind, erlaubt uns dies ein befreites Schweben mit farbiger Mehrsicht einerseits auf unsere Wahlmöglichkeit der Polaritäten, anderseits aber auch jene des Kontinuums zwischen ihnen und allem, was vor, hinter, und nebenan liegt. Wir sehen das grosse Ganze und die Summe seiner Teile. 

 

So denke ich, dass es sich ab und an lohnt, sich seinen eigenen Extremen bewusst zu werden, und sie kritisch zu hinterfragen. Wo neigst du dazu, dich in Extremen zu bewegen? Welches wären jeweils seine Kehrseite? In welchen Bereichen engen sie dich ein, und verhindern Weite? Wäre das Finden eines Kompromisses zwischen ihnen - einer goldigen Mitte - hie und da eine Option? Was bräuchtest du konkret an Sicherung, damit du dich dahin bewegen könntest? Ich wünsche dir, dass du immer mehr zu entdecken vermagst, dass der Seiltanz letztlich immer auch das Leben in seiner Ganzheit repräsentiert, und dass es in diesem selten um das Entwederoder, sondern vielmehr um das Sowohlalsauch geht. 

Psychologie | Energetik | Kinesiologie

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