Schatten unserer Selbst

Ganzheitliche Psychosoziale Beratung Sara Vercellone - Blog Schatten unserer Selbst
Ganzheitliche Psychosoziale Beratung Sara Vercellone - Blog Schatten unserer Selbst

In meiner Arbeit als ganzheitliche Psychosoziale Beraterin befasse ich mich oftmals mit Schatten. Geprägt ist das Ganze vom Schweizer Psychoanalytiker Carl Gustav Jung: er bezeichnet damit im psychologischen Kontext unbewusste Persönlichkeitsaspekte, mit welchen sich ein Mensch nicht identifiziert, sie aber trotzdem latent in sich trägt. Der Schatten enthält nach Jung alles, was dem positiven, bewussten Selbstbild des Menschen und seiner gesellschaftlichen Maske widerspricht. Es sind un- oder teilbewusste Persönlichkeitsmerkmale, Verhaltensweisen oder auch Gefühle, die man nicht sein oder sehen möchte. Alles aber, was es in der Welt gibt, befindet sich auch in uns (siehe Blog «das Spiegelgesetz»). Wenn wir in uns selbst keine Einheit finden, also Teile von uns abspalten und uns fragmentiert (er)leben, können wir auch die Welt nicht anders sehen. Wir Menschen streben nach Licht, können aber nicht wirklich zu ihm gelangen, wenn wir nicht bereit sind, auch den Schatten (in uns) zu erkennen und zu integrieren.

 

Entstehen tut Schatten, wenn eine Eigenschaft, eine Vorliebe oder Verhaltensweise von uns in unserem Umfeld auf Ablehnung stösst und wir den durch die Ablehnung ausgelösten Schmerz nicht ertragen können. In ihm befinden sich abgelehnte und folglich abgespaltene Erfahrungen, abgewehrte Triebe, Fixierungen, frühkindliche Prägungen und nicht gelebte Persönlichkeitsanteile. Als Kinder lernen wir schnell, für welche Eigenschaften wir nicht geliebt, vielleicht sogar bestraft werden, und verdrängen diese in den Schatten, also ins Unterbewusstsein. Das können übrigens auch positive Eigenschaften sein, wie unbändige Freude oder kindliche Neugier, die abgelehnt wurden. Indem wir die vermeintlichen Schattenanteile von unserer Persönlichkeit abspalten, entwickeln wir uns zu angepassten Menschen, die in der Gesellschaft brav ihren Platz einnehmen und dort funktionieren. Wir alle sind ein Stück weit manipulierbar. Den Preis, den wir dafür zahlen, ist mangelndes Selbstvertrauen, fehlende Lebendigkeit und eine schmerzhafte Entfremdung von unserem wahren Kern. Und so kommt es, dass auch positive Qualitäten ihr Dasein im Schatten fristen, und sich dort also auch Talente mit unerkannter schöpferischer Energie verbergen können. Weil alle Schattenanteile im Verborgenen arbeiten, entfalten sie aber leider lediglich eine destruktive Wirkung und halten uns klein, was wiederum seelische und auch körperliche Schmerzen verursachen kann. 

 

Folglich kommen Menschen zu mir, die in ihrem eigenen Schatten festsitzen. Sie tragen den tiefen und unmöglichen Wunsch in sich, sich noch mehr von ihm abzuspalten; oftmals formulieren sie das Ziel, jene Schattenanteile, die Schmerzen in ihnen verursachen, loswerden zu wollen. Niemals aber können wir etwas, das ganz und gar zu uns gehört, loswerden, denn unsere Entfaltung bedarf ganz im Gegenteil der Integration aller Teile, sie lässt keine Spaltungen zu. Hier ist wichtig zu verstehen, dass es im Grunde auf dieser Welt nur einen wirklichen emotionalen Schmerz gibt, und das ist der Schmerz der Trennung. Genauso lässt sich jede Form von Glück auf ein Grundgefühl zurückführen: die Erfahrung von Einheit. Was heisst dies in Bezug auf die Schattenarbeit? Es geht nicht um das Loswerden, also Trennen von Anteilen, sondern um die Integration, also das Erfahren von Einheit. Nur so lernen wir uns selbst bedingungslos zu lieben, mit all unseren vermeintlichen Fehlern, Schwächen und persönlichen Abgründen. Schatten ist nichts anderes als die Spaltung von Licht. Ich verhelfe mit meinem Angebot demnach dazu, Licht auf vorhandene Schatten zu werfen, und anschliessend zu lernen, sie wieder als Teil unseres Wesens anzuerkennen und zu integrieren. Zusammen mit meiner Klientel bilde ich so eine Brücke zu jener Seite des Lebens, auf der wir in all unseren Formen und Farben erblühen, und damit den Schmerz der Angst und des Festhaltens auf der anderen Seite auflösen können.

 

Von Herzen wünsche ich uns allen, dass wir den Mut zur Einheit haben, und so das grosse Glück in uns zu finden vermögen. Lasst uns nicht unser Leben lang auf der Schattenbank fristen. Viele von uns werfen in den ersten Tagen eines neuen Jahres bereits alle - oder viele - Vorsätze wieder über Bord. Warum nicht dieses Jahr mal anders? So anders, als dass Du den Beginn des Jahres jetzt einmal wirklich für dich persönlich nutzt, und dich auf den Weg eines hellbelichteten Pfades machst, auf dem auch deine Schatten endlich ins Licht des Bewusstseins kommen dürfen. Hast Du Lust dazu? Gerne reiche ich Dir zur begleitenden Unterstützung meine Hand für ein unverbindliches Erstgespräch. 

dipl. Psychosoziale Beraterin / Coach

hol. Kinesiologin i.A.

in Brunnen SZ

079 133 67 77

beratung@saravercellone.ch 

 

Psychologie - Sensitivität & Medialität - Kinesiologie

 

 

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